Weber, Gunthard (Dr. Med.)



Gunthard Weber ist Herausgeber des 1993 erschienen Buches »Zweierlei Glück«, das die

Arbeit von Bert Hellinger zum ersten Mal einem breiten Publikum vorstellte und der Ausgangspunkt für die schnelle Verbreitung des Familienstellens war. Im Jahr 1996 gründete er die Internationale Arbeitsgemeinschaft für Systemische Lösungen nach Bert Hellinger (IAG), deren Ziel es war, die Verbreitung und Weiterentwicklung des Hellinger-Ansatzes zu fördern. Vor allem durch das Engagement Gunthard Webers wurde Bert Hellinger sowohl bundesweit als auch international bekannt und populär.

Nach Schätzungen sind circa 2 300 Aufsteller in Deutschland tätig.232 Gunthard Weber entwickelte – im Wesentlichen auf den Grundlagen der Familienaufstellung »nach Hellinger« – zusammen mit Thomas Siefer und weiteren Aufstellern die Organisationsaufstellungen. Sie übertrugen die von Hellinger formulierten Ordnungsprinzipien auf Organisationen. Ihre Arbeitsmethode ist heute unter dem Begriff »Klassische Organisationsaufstellung« bekannt.


Biographie

Gunthard Weber, Jahrgang 1940, ist Arzt für Psychiatrie-Psychotherapie und Leiter des Wieslocher Instituts für systemische Lösungen. Er arbeitete viele Jahre an der Universität Heidelberg in den Bereichen Psychiatrie, Psychosomatik und Familientherapie. Als einer der ersten Mitarbeiter des Psychiaters und Psychoanalytikers Helm Stierlins in Heidelberg war er an vielen Initiativen und Aktivitäten beteiligt, die für die Etablierung systemischer Konzepte in Therapie, Supervision und Beratung in Deutschland von Bedeutung waren. Er gehört zusammen mit Prof. Fritz B. Simon zu den Gründern der sogenannten »Heidelberger Gruppe«, die seit 1982 intensiv an der Entwicklung der theoretischen und praktischen Grundlagen der Heidelberger Schule der systemischen Therapie und Beratung

beteiligt ist.

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