Strukturebenenwechsel und systemisch ambige Aufstellungen



Kennzeichnend für die Systemischen Strukturaufstellungen ist die Möglichkeit des Strukturebenenwechsels. Eine Aufstellung beinhaltet verschiedene Ebenen, zwischen denen man wechseln kann. In einer Tetralemmaaufstellung etwa kann man von der beruflichen auf die Ebene der Familie oder die Ebene der Loyalitäten, die in den Handlungsalternativen zum Ausdruck kommen, wechseln. Häufig stehen z. B. »Das Eine« und »Das Andere« auch für Loyalitäten zum väterlichen und mütterlichen System. Bei der Arbeit mit einer Strukturaufstellung können implizit mehrere Strukturebenen auftauchen.

Strukturaufsteller benennen diese auftauchenden anderen Strukturebenen (z. B.

die Familienebene) meist nicht explizit, sondern bleiben auf der vom Ratsuchenden gewählten Strukturebene (z. B. den beruflichen Handlungsalternativen) und lassen die andere Ebene »mitschwingen«. Solche Aufstellungen werden systemisch ambige (mehrdeutige) Aufstellungen genannt, weil gleichzeitig auf verschiedenen Ebenen gearbeitet, aber nur eine explizit erwähnt wird. Der Vorteil einer solchen Arbeitsweise besteht darin, dass vieles verdeckt bleiben darf.

Strukturebenenwechsel und systemische Ambiguität sind typisch für die Systemischen Strukturaufstellungen.

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