Nähe (Unmöglichkeit, Nähe zu ertragen)



Für Franz Ruppert ist Angst vor Nähe die Konsequenz eines Bindungstraumas. Das Kind konnte von seiner traumatisierten Mutter nicht die Liebe und Zuwendung bekommen, die es sich wünschte. Seine Persönlichkeitsanteile spalten sich in einen Anteil, der dringend Nähe und Liebe sucht und einen anderen Anteil, der wegen der schlechten Erfahrungen in der Kindheit Angst vor zu viel Nähe hat (siehe dazu auch »(Spaltung in) Persönlichkeitsanteile«).

Diese Angst vor Nähe kann auch durch ein Geburtstrauma entstehen. Das Gebärtrauma einer Mutter überträgt sich auf ihr Kind und verhindert von Anfang an einen gesunden symbiotischen Austausch. Das Kind verweigert dann auch von sich aus den Kontakt zur Mutter, weil es spürt, dass es in der Mutter schmerzhafte Erinnerungen wachruft.

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