Krebs



Allgemein


Als Krebs bezeichnet man entartete Zellen, bei denen die regelmäßige Abfolge von Wachstum, Reifung, Teilung und Absterben gestört ist. Krebszellen teilen sich aufgrund dieser Störung häufiger als gesunde Zellen, sodass es zu einer unkontrollierten Vermehrung kommt und sich eine Geschwulst bzw. ein Tumor bildet. Diese bösartigen (malignen) Krebszellen dringen in benachbartes Gewebe ein, vermehren sich dort und zerstören so nach und nach das gesunde Gewebe. Die häufigste Krebsart beim Mann ist derzeit Prostatakrebs, bei Frauen steht Brustkrebs an erster Stelle. Die zweithäufigste Krebsneubildung ist sowohl bei Männern als auch bei Frauen Darmkrebs. In Deutschland erkranken im Jahr rund 200 000 Frauen und knapp 230 000 Männer an Krebs. Das Risiko, an Krebs zu erkranken, steigt mit dem Lebensalter. Die Diagnose Krebs ist heute längst kein Todesurteil mehr. Wird die Erkrankung rechtzeitig entdeckt, ist sie in vielen Fällen heilbar. Je früher Krebs behandelt wird, desto größer sind auch die Chancen, vollständig zu genesen.

Krebs kann viele Auslöser haben. Die Ursachen, die letztlich zu einer Krebserkrankung

führen, sind bis heute medizinisch noch nicht vollständig geklärt.

Krebs in Familienaufstellungen »nach Hellinger«


Laut Hellinger und seiner Aufstellungsmethode sind die möglichen Ursachen von Krebs sehr

vielfältig und auch noch nicht ganz erforscht:

  • Wie auch bei anderen lebensbedrohlichen Krankheiten, z. B. auch bei Multipler Sklerose, ist die Nachfolge-Dynamik sehr ausgeprägt. Dahinter verbirgt sich ein (unbewusster) Todeswunsch des Aufstellenden. Krebskranke fühlen sich oft mit Familienmitgliedern verbunden, die Schlimmes erlebt haben oder früh verstorben sind. Aus Solidarität wollen sie ebenfalls sterben und bekommen Krebs.

  • Bei Krebs besteht oftmals ein Zusammenhang zum Nicht-annehmen-Können von den Eltern. Gerade bei Brustkrebs zeigt sich in vielen Fällen, dass die Beziehung zu einem Elternteil hoch belastet ist, auch wenn die Betroffenen glauben, längst darüber hinweg zu sein. Oft sind diese Krebskranken voller Groll und Hass, weil sie sich von ihren Eltern schlecht behandelt fühlen. Viele Krebskranke sterben lieber, als dass sie ihrer Mutter die Ehre geben. Es kann auch sein, dass der Elternteil früh gestorben ist oder abwesend war. Die Lösung besteht darin, den Eltern in Liebe zuzustimmen, so wie sie sind.

  • In Paarbeziehungen kann auch die mangelnde Achtung vor dem Partner Krebs auslösen. In einigen Fällen scheint Brustkrebs die Sühne für ein Unrecht zu sein, das Männern angetan worden ist.



Krebs in der Mehrgenerationalen Psychotraumatologie


Für Franz Ruppert entsteht Krebs häufig durch die Reaktivierung eines alten Traumas im Zusammenspiel mit aktuell belastenden Ereignissen. Dabei können besonders Bindungstraumata und Bindungssystemtraumata die Gefahr erhöhen, eine schwere körperliche Erkrankung zu erleiden, weil Angst-, Wut- und Trauergefühle unterdrückt werden.

Ruppert führt das Beispiel eines Mannes an, bei dem nach der schweren Erkrankung seines Vaters und dem Tod seines Sohnes Hautkrebs diagnostiziert wurde. Eine Aufstellung konnte das ursprüngliche Trauma ans Licht bringen. Häufig wird durch eine traumabedingte Aufspaltung (siehe dazu »(Spaltung in) Persönlichkeitsanteile«) das Gefühl für den eigenen Körper diffus und er wird beispielsweise als Fremdkörper erlebt. Durch die Aufarbeitung des Traumas können die Gefühle für den eigenen Körper wieder entwickelt werden und die medizinischen Behandlungen besser greifen.



Quellen: 98

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