Krankheitsaufstellung



Krankheiten sind aus Sicht Bert Hellingers ein Ausdruck systemischer Unordnung und ein

Versuch, diese Unordnung aufzulösen. Aufstellungen bei Krankheiten können die Dynamiken

aufzeigen, die mit dem Symptom oder der Erkrankung verbunden sind. Über eine Krankheitsaufstellung wird die Botschaft der Krankheit deutlich erfahrbar. Neurodermitis,

Migräne, Herzprobleme, Krebserkrankungen, Depressionen, Schmerzen, Angst- und Panikstörungen sowie andere Erkrankungen können aus unbewusster Bindungsliebe und Loyalität im Familiensystem entstehen. Wenn diese Bindungen sichtbar werden und die Lösung als innerer seelischer Vollzug im Herzen gelingt, kann das Symptom gehen.


Aufstellungstechnik

Am Anfang einer Krankheitsaufstellung werden der Ratsuchende und die Systemmitglieder, die aufgrund des Vorgespräches als relevant angesehen werden, aufgestellt. Erst dann wird ein Stellvertreter für die Krankheit ausgewählt und aufgestellt. Wenn die Krankheit ein ausgeschlossenes Systemmitglied ersetzt, wird damit oft eine sofortige Erleichterung im System spürbar. Um festzustellen, aus welcher Seite der Familie das ausgeschlossene Systemmitglied kommt, kann der Aufstellungsleiter prüfen, ob der Stellvertreter der Krankheit eher hinter dem Vater oder hinter der Mutter einen stimmigen Platz findet.


Mögliches Aufstellungsbild

Die durchgängige Erfahrung zeigt, dass Krankheit grundsätzlich in wohlwollender Absicht

auftritt – mal als guter Freund, mal als strenger Meister. Selbst schwere und schwerste Krankheiten, heftige Symptome, Schmerzen etc. sollen nur stützend bis korrigierend auf den

Betroffenen wirken. Die Haltungen der Stellvertreter in den verschiedensten Aufstellungen

zeigen ebenso große Eindeutigkeit wie Einheitlichkeit in der Grundaussage, dass ein Symptom oder eine Beschwerde dem Kranken im besten Sinne dient oder zu dienen versucht.

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