Kataleptische Hand





Die sogenannte kataleptische Hand hat ihren Ursprung in der Hypnotherapie und wurde von

Insa Sparrer und Matthias Varga von Kibéd für Strukturaufstellungen weiterentwickelt. Damit ist gemeint, dass der Aufstellungsleiter seine Hand als Platzhalter zum Austesten der aufgestellten Repräsentanten auf neue Systemmitglieder/-elemente benutzt.

Katalepsie – abgeleitet von dem griechischen Wort für »festhalten« – bezeichnet einen Zustand, in dem aktiv oder passiv eingenommene Körperhaltungen überm..ig lange beibehalten werden. Es wird bei Systemischen Strukturaufstellungen von kataleptischer Hand gesprochen, wenn folgende besondere Technik benutzt wird:

Die kataleptische Hand wird durch spezifisches Abwinkeln und leichtes Drehen erzeugt und damit vom Körper des Aufstellers gewissermaßen »abgekoppelt«. Sie ermöglicht …

  • für den Aufsteller eine neutrale Wahrnehmung des Energiefeldes, ohne dass sich diese Empfindung über den ganzen Körper ausbreitet. Sobald der Aufstellungsleiter die Hand nicht abwinkelt, sondern gerade ausstreckt, kann er die unterschiedlichen Kraftfelder nicht mehr spüren.

  • für die Repräsentanten ermöglicht die unnatürliche Haltung der Hand, diese von dem Körper des Aufstellers zu dissozieren. Dadurch kann sie als Projektionsfläche eingesetzt werden.

Der Einsatz der kataleptischen Hand ist nützlich, wenn wie in der Einzelaufstellung Stellvertreter fehlen oder auch zum schnellen Austesten der Wirkung von neuen Systemelementen. Diese Technik wird z. B. auch oft angewendet, um auf Kontextüberlagerungen zu testen.

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