Glaubenspolaritätenaufstellung



Glaubenspolaritätenaufstellung bei Strukturaufstellungen

Eine Glaubenspolaritäten- oder auch Unternehmenskultur- Aufstellung ist ein Format der

Systemischen Strukturaufstellungen. Eine solche Aufstellung dient der Ausbalancierung von unternehmerischen oder persönlichen Grundwerten, der Entwicklung neuer Visionen, der Aufhebung von Blockaden oder der Stärkung von Ressourcen. Eine Glaubenspolaritätenaufstellung wird z. B. auch gemacht, um herauszufinden, wodurch die Unternehmenskultur momentan gestört wird.


Aufstellungsstruktur

Die Glaubenspolaritätenaufstellung basiert auf den drei Polen oder Werten:

  • Pol der Liebe, der Empathie und des Vertrauens,

  • Pol der Pflicht, der Ordnung, der Handlung und der Struktur,

  • Pol des Wissens, der Erkenntnis oder Einsicht und der Klarheit.

In einer ausgewogenen Unternehmenskultur ergänzen sich diese gegensätzlichen Werte. Wenn dies nicht der Fall ist, dient die Glaubenspolaritätenaufstellung der Überprüfung von Werten und der Modifizierung von Glaubenssätzen. Da die drei Pole auch als Kraftquellen bzw. Ressourcen zu verstehen sind, ist das Ziel der Glaubenspolaritätenaufstellung, diese Kraftquellen wieder freizulegen, sodass sie für den Ratsuchenden jederzeit zugänglich und nutzbar sind. Oft ist der Zugang zu einem Pol, einer wichtigen Kraftquelle, aufgrund bestimmter Ereignisse im Leben des Ratsuchenden verstellt. Bei sehr wissensorientierten Personen ist z. B. häufig zu beobachten, dass der Zugang zum Pol der Liebe erst wiederhergestellt werden muss. Dafür wurde der Pol des Wissens eine lange Zeit übermäßig

strapaziert und erschien dem Ratsuchenden als einzig verlässliche Quelle.


Ablauf

Die drei Werte werden als feststehende Elemente (Orte) in einem gleichseitigen Dreieck aufgestellt. Das »freie Element Weisheit« steht dabei im Mittelpunkt des Dreiecks. Erst dann werden der Fokus und gegebenenfalls die Konfliktparteien des Unternehmens aufgestellt. Schon im ersten Bild wird dann sehr schnell ersichtlich, ob die Pole frei sind oder sich überlagern. Mit der dann folgenden Befragung wird bei dem Pol, der die deutlichsten Zeichen seiner Empfindungen gibt, begonnen. Das freie Element »Weisheit« kann zwischendurch befragt werden, was es zu der Fragestellung raten würde. Dazu können auch die Pole in ihrer Funktion als reine Kraftquellen um Rat gefragt werden.

Quellen: 71

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