Geld/ Geldaufstellung



In einer Aufstellung »verhält« sich Geld oft wie eine Person, als sei es etwas Lebendiges und

ausgestattet mit einer Seele und vor allem mit einem Gespür für Recht und Unrecht. Wenn ein Unternehmen Geld mit der Arbeit seiner Mitarbeiter verdient, so bleibt das Geld gern bei ihm, sofern die Mitarbeiter gerecht entlohnt werden.

In Aufstellungen sind bei den Stellvertretern des Geldes immer wieder die gleichen Bewegungen zu sehen:

  • Geld dient: Es gehört zum Leben und will im Dienst des Lebens ausgegeben und weitergegeben werden. Es freut sich, wenn es ausgegeben wird und kommt umso reicher zurück.

  • Das Geld will bei denjenigen bleiben, die es sich verdient haben und es im Dienst des Lebens verwalten und vermehren wollen.

  • Geld will geachtet werden und scheut sich, nutzlos verloren zu gehen, wie z. B. bei einem Spieler. Das Gleiche gilt für Unternehmen, in denen Erfolg leichtfertig aufs Spiel gesetzt wird.

Mögliches Aufstellungsbild

Wenn das Geld in einer Organisationsaufstellung aufgestellt wird, kann man sehen, ob es sich vom Unternehmen angezogen fühlt oder ob es abwandert. Man kann sogar beobachten, in welche Richtung das Geld möchte, z. B. ob es vielleicht zu einer Person möchte, die nicht geachtet wird oder die betrogen wurde. Siehe bei auch Geldnot »Erfolg und Glück« und zu Glaubenssätzen über Geld und zu Einstellungen zum Thema Geld »Geldaufstellung«.


Geldaufstellung

Eine Geldaufstellung ermöglicht es, die Beziehung einer Person zu Geld und die daraus folgenden Dynamiken ans Licht zu bringen sowie mögliche Blockaden zu brechen.

Die Grundthese zu dieser Thematik lautet, dass unser Verhältnis zu Geld durch unsere Herkunftsfamilie geprägt ist. Wir fühlen meist unbewusst, welche Schicksalsschläge, Ängste,

Verluste, Schuldgefühle, ethische Werte und Glaubenssätze das Verhältnis zu Geld in unserer

Familie bestimmen. Es handelt sich oft um spürbare, familiäre Überzeugungen, die das System der Familie transportiert. Sätze wie »Geld macht nicht glücklich«, »Ich habe es nicht verdient«, »Ich muss Geld sparen oder sofort ausgeben«, »Wie gewonnen, so zerronnen« usw., wirken sich auf das kleinste Systemmitglied – das Kind – in Form eines diffusen Gefühls aus. Aus diesem erwächst nach und nach eine Haltung oder eine Überzeugung.


Aufstellungstechnik

In den Aufstellungen stehen neben Personen (Vater, Oma …) oft auch Stellvertreter für Begriffe wie Geld, Reichtum, Armut, Schulden bzw. Stellvertreter von »kleinem« und »großem« Geld, weiterhin auch »Erbe«, »Grundstück«, »Hof«, »Fabrik« und ähnliche.

Es besteht auch die Möglichkeit, die Situationen, die zur Entstehung eines Glaubenssatzes geführt haben, aufzustellen. Dadurch ist eine Veränderung auf der tieferen psychischen Ebene möglich.


Lösungsansatz

Viele Ratsuchenden wollen mit einer Geldaufstellung nicht nur die Dynamiken besser verstehen, sondern auch chronische Geldprobleme lösen. In den meisten Fällen liegt die Ursache dafür im Verlust des Gleichgewichts zwischen Geben und Nehmen: Einige geben immer nur, um etwas wiedergutzumachen, z. B. um eine Schuld ihrer Ahnen »zurückzubezahlen«. Dies ist manchmal der Fall bei Nachkommen aus Familien, die durch die Ausbeutung von Juden im Zweiten Weltkrieg zu Wohlstand gelangt sind. Andere können Geld nicht nehmen, z. B. weil sie von ihren Eltern nichts annehmen wollten.

Der spezifische Lösungsansatz hängt deswegen sehr stark von der Ursache der Blockade im System ab.


Siehe auch »Erfolg und Glück«.

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