Fluch



Fluch in Familienaufstellungen nach Hellinger


Ein Fluch ist, wenn jemand einer anderen Person bewusst etwas Böses wünscht. Das ist laut

Bert Hellinger eine unmittelbare Einwirkung von außen, von Mensch zu Mensch und von Seele zu Seele, die krank machen kann. Er verdeutlicht die Konsequenzen eines Fluches mit dem Beispiel einer Partnerin aus einer früheren Beziehung. Die Frau war dem Partner böse, liebte ihn aber gleichzeitig noch. Dann verschob sich das Böse vom Partner auf ein Kind und traf somit plötzlich einen Unschuldigen, der gar nichts mit der Beziehung zu tun hatte.


Konsequenzen im System

Vor allem die Haut ist aus Sicht Bert Hellinger ein Organ, das auf einen Fluch reagiert. Bei

Neurodermitis liegt seiner Meinung nach häufig ein Fluch zugrunde, der statt des Schuldigen einen Unschuldigen trifft, in der Regel ein Kind anstelle eines Erwachsenen. Wenn frühere Partner dem Partner, der sich getrennt hat, böse sind, bekommt manchmal ein Kind aus dessen späterer Verbindung deswegen Neurodermitis.


Lösungsansatz

Die Lösung besteht darin, dass die Personen versöhnt werden. Wenn das nicht gelingt, muss

das Unrecht wiedergutgemacht oder zumindest anerkannt werden. Dies gilt auch für weitere

vergleichbare Zusammenhänge, etwa wenn ein Toter den Lebenden noch zürnt.

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