Figuren



Manchmal sind Stellvertreter nicht verfügbar, z. B. bei Einzelaufstellungen oder wenn aus

Gründen der Diskretion Stellvertreter nicht erwünscht sind, wie z. B. bei Organisationsaufstellungen. Bei solchen Aufstellungen können Dinge zutage treten, durch die Mitarbeiter bloßgestellt würden. Eine einfache und direkte Möglichkeit ist die

Aufstellung mit Figuren oder Gegenständen, die auf einen Tisch oder im Raum aufgestellt

oder gelegt werden, die die Familienangehörigen oder die für das gestellte System wichtigen Personen oder Elemente repräsentieren. Hier werden statt lebender Repräsentanten kleine Figuren verwendet. Dafür werden oft spezielle Figuren aus Holz benutzt, manchmal auch Playmobilfiguren. Die Figuren sollten möglichst wenig Charakterliches an sich haben, um Assoziationen zu vermeiden und um nicht abzulenken.

Ein Vorteil dieser Arbeit liegt in der Schnelligkeit, mit der Ratsuchende sich einen Überblick

über die Beziehungen in einem System verschaffen können. Der Wechsel von Dissoziation (wie ein Unbeteiligter etwas von außen betrachten) und Assoziation (durch Berühren der Figuren in die Gefühle und in den Wahrnehmungshorizont der repräsentierten Person »einsteigen«) bringt neue Perspektiven, Erfahrungen und Erkenntnisse. Ein Nachteil beim Aufstellen mit Figuren ist, dass dabei die Feldwahrnehmung fehlt. Die Figuren fühlen und sprechen nicht. Es ist Aufgabe des Aufstellungsleiters, sich über die Figurenkonstellation in das System einzufühlen und die Gefühle zum Ausdruck zu bringen. Bei der Arbeit mit sogenannten »Bodenankern« wie Stühlen oder Papptafeln, ist die Situation besser erfahrbar (siehe dazu »Einzelaufstellungen«). Trotz dieser Nachteile kann der Einsatz dieser Variante

sehr hilfreich und wirksam sein. Siehe auch »Aufstellungsformate« bzw. »Einzelaufstellungen«.

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