Dynamiken in Familiensystemen



Dynamiken in Familiensystemen in Familienaufstellungen nach Hellinger


Der Begriff der Dynamik hat im Kontext des Familienaufstellens »nach Hellinger« verschie-

dene Bedeutungen. Aufsteller nutzen ihn z. B.

  • um Grunddynamiken in Familiensystemen zu bezeichnen. Bert Hellinger hat für die Verstrickungen drei Grunddynamiken definiert: Bin­dung, Ordnung sowie Ausgleich von Geben und Nehmen.

  • sehr oft, um typische Verstrickungen zu bezeichnen. In diesem Fall werden häufig bildhafte Sätze statt klassischer Formulierungen benutzt, wie z. B.: // »Ich folge dir nach« oder »Sog zu den Toten« für die Nachfolge, // »Lieber ich als du« für die Übernahme, // »Ich wie du« für die Nachahmung, // »Ich tue es für dich« für die Stellvertretung.

  • um den Kontext, in dem diese Verstrickungen stattfanden oder entstanden, zu bezeichnen. Man spricht z. B. von einer Täter-Opfer-Dynamik.


Dynamiken in Familiensystemen bei Strukturaufstellungen

Strukturaufsteller glauben nicht an Dynamiken. Für sie sind Systeme so komplex, dass es

illusorisch ist, solche klar definierten Ursache-Wirkung-Dynamiken zu finden. Es gibt immer

mehrere Ereignisse, die als Ursache erklärt werden können. Darüber hinaus löst das Denken in Dynamiken aus ihrer Sicht leicht Suggestionen aus, die unangebracht bis negativ für den Ratsu­chenden sein können.

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