(Belastete) Häuser und Grundstücke



Bei Aufstellungen zeigt sich immer wieder, dass es ein unbewusstes Feld gibt, in dem etwas Gravierendes, was auf einem Grundstück bzw. in einem Haus in früheren Zeiten passiert ist, gespeichert wird. Je nachdem, wie sensibel die momentanen Bewohner sind, reagieren sie darauf mehr oder weniger stark. Manche richten ihr Leben sogar unbewusst an den Geschehnissen aus. Themen für Aufstellungen, in denen Häuser und Grundstücke eine Rolle spielen könnten, deuten sich in Aussagen an wie: »Es geht mir seelisch (oder physisch) schlecht, seit ich in diesem Haus wohne«, »Warum kann ich mein Haus nicht verkaufen?«, »Warum schaffe ich es nicht, umzuziehen?«, »Warum läuft das Geschäft in diesem Lokal nicht?« usw.

  • So kann z. B. der berufliche Erfolg oder der Misserfolg von früheren Besitzern des Gebäudes nachgelebt werden. Dies ist häufig der Fall, wenn dem früheren Eigentümer des Hauses Unrecht angetan wurde, z. B. weil dieser gezwungen war, sein Haus unter Wert zu verkaufen.

  • In Aufstellungen lässt sich oft beobachten, dass die Chancen, glücklich zu werden, in einer weit unter ihrem Wert verkauften Immobilie nicht sehr groß sind.

  • Nachkommen von Vertriebenen haben manchmal Schwierigkeiten, sesshaft zu werden. Sie sind Gefangene eines Konflikts: Einerseits möchten sie gern in ihrem Haus bleiben, andererseits sind sie mit den Vertriebenen verstrickt und wagen deshalb nicht zu bleiben. Dieser Konflikt äußert sich oft in gescheiterten Umzugsversuchen oder umgekehrt in ständigem Umzugszwang.

  • Manchmal betrifft es auch Themen im Gegenwartssystem des Ratsuchenden, beispielsweise wenn nach einer Scheidung das Haus gegen der Willen eines der Partner verkauft wird. Folgende Beobachtungen wurden häufig in Bezug auf Häuser und Grundstücke gemacht:72

  • Häuser (in Form von Stellvertretern in einer Aufstellung) haben anscheinend eigene Vorstellungen darüber, wie ihr Mieter/Besitzer sein sollte. Der Anspruch von einem Haus oder einer Wohnung ist oft, dass der Besitzer/ Mieter sich gut um es kümmern sollte.

So wirkte z. B. in einer Aufstellung ein von mehreren Besitzern ungeliebtes Haus sehr

bedürftig und sehnte sich nach liebevoller Zuwendung.


Vor dem Umzug in ein neues Zuhause ist es wichtig, sich vom alten Ort zu verabschieden

und mit den alten Themen abzuschließen. Dann kann man am neuen Ort besser anfangen

und ist offen für das andere Energiefeld. Sind alte Themen nicht erledigt, findet man

oft einen neuen Platz, an dem die gleichen Themen weitergelebt werden können.


Es gibt Grundstücke und Häuser, die vererbt wurden und von früheren Besitzern nicht

richtig freigegeben wurden. Dies kann dazu führen, dass sie nicht richtig belebt werden

können oder es finden sich z. B. keine Käufer, oder Investitionen gelingen nicht/werden

nicht genehmigt u. Ä.


Der Geldgeber für das Haus oder die Wohnung muss gewürdigt werden.


Lösungsansatz

In einer Aufstellung können sich die Stellvertreter nicht nur in Personen wie Vater, Mutter,

einen Chef oder Mitarbeiter hineinversetzen, sondern auch die Einflüsse von Gebäuden und

Grundstücken spüren. Die Aufstellungsarbeit bietet eine Möglichkeit, belastete Orte und

Häuser zu »behandeln«, indem alte Geschehnisse aufgearbeitet werden und Ungelöstes gelöst wird. Dadurch endet die unbewusste Beeinflussung der jetzigen Bewohner, und sie können ihr eigenes Leben freier gestalten. Siehe auch »Anhaftung der Toten an die Lebenden«.

Quellen: 72

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