Aufgabenorientierung einer Organisation



Organisationsaufstellungen

Organisationen sind aufgabenorientierte Syste­me. Daher ist auch die Leistung einer Person von Bedeutung. Der Leistungsorientierung wird mit dem Prinzip, höheren Leistungen den Vorrang einzuräumen, Rechnung getragen (siehe »Ordnungen der Macht«). Es ist deswegen wichtig, die Aufgabe, das Ziel oder den Kunden immer mit in die Betrachtung zu nehmen. Ansonsten beschäftigen sich häufig die Mitarbeitenden mit sich selbst und mit Beziehungsproblemen und beklagen sich über ihre Vorgesetzten. Genauso kann auch der Umkehrschluss gezogen werden: Wenn die Beschäftigung mit Interna in den Vordergrund rückt, haben Aufgaben, zu Betreuende oder Teilnehmende keinen Platz mehr und

werden vernachlässigt. Gerade bei sogenannten Non-Profit-Organisationen liegt häufig eine sehr starke Innenorientierung auf das Team und eine nur geringe Außenorientierung auf die Kunden vor. Genauso muss die Beziehung zwischen Leitung und Untergebenen in die Betrachtung einbezogen werden. In Non-Profit-Organisationen werden Leitungsaufgaben häufig nur unzureichend wahrgenommen. Sie rücken oft zugunsten schwammiger Teamvorstellungen in den Hintergrund. Der verantwortlichen Leitung wird dann zum Teil mit großem Widerstand begegnet.


Aufstellungstechnik und mögliches Aufstellungsbild

Die Aufgabe wird in der Regel zum Schluss aufgestellt, wenn alle anderen Systemelemen-

te schon aufgestellt wurden. Typische Aufstellungsbilder dazu sind:

  • Keiner oder nur ein Teil der Mitarbeiter nimmt die Aufgabe wahr.

  • Die Aufgabe ist »beleidigt«, weil niemand sie wahrnimmt.

  • Die Führung und die Mitarbeiter reagieren überrascht, wenn die Aufgabe sichtbar gemacht wird.


Lösungsbild

Wenn Defizite in der Aufgabenorientierung aufgezeigt werden, muss dies in der Aufstellung

korrigiert werden, sodass der Auftrag, der Kunde oder die Aufgabe in den Blick der Führung

und der Mitarbeiter gerät. Führung und Mitarbeiter sollten dabei in die gleiche Richtung

schauen. Häufig wird der Wunsch geäußert, die Aufgabe in die Mitte zu stellen. Testet man

dies anschließend, zeigt sich, dass dies zumeist kein guter Platz ist, weil dann keine erkennbare Richtung für die Gesamtaufstellung gegeben ist.

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