Anhaftung der Toten an die Lebenden



Anhaftung der Toten an die Lebenden in Familienaufstellungen nach Hellinger

Bei Aufstellungen konnte wiederholt beobachtet werden, dass Tote die Lebenden zu sich in den Tod ziehen können. Bert Hellinger beschreibt diese Dynamik als Anhaftungsbewegung der Toten an den Lebenden. Oft ist diesen Toten nicht bewusst, dass sie tot sind. Dies kann häufig beobachtet werden, wenn jemand unerwartet verstarb. Dieser Tote konnte dann nicht mehr Abschied von seinem Leben nehmen. Als Beispiel sei hier das einer Familie angeführt, die in ein Haus einzog, in dem eine schwer depressive Person verstorben war, und in der nun die eigene Tochter depressiv wurde. Hellinger berichtet in einem weiteren Beispiel von einem Tal in Südtirol, in dem in jedem Haus ein Selbstmord verübt wurde – insgesamt 15 Suizide!


Lösungsansatz


Man muss den Toten bewusst machen, dass sie tot sind und dass sie, wenn sie die Lebenden zu sich ziehen, sie damit nicht nur zu sich, sondern auch in den Tod ziehen. Wenn sich die Toten und die Lebenden vor dem menschlichen Schicksal des Lebens und Sterbens verneigen, kann dies dazu dienen, den Toten von den Lebenden zu lösen.


Lösende Sätze

Der Lebende, der zu den Toten gezogen wird: »Bitte«, und: »Du bist tot«, oder »Ja, du bist

wirklich tot. Du bist kein Lebender mehr!


Quellen: 16

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